Vielen Dank, Pfarrer Chalecki!

Pfarrer Robert Chalecki war seit 2014 als Subsidiar bei uns tätig. Ab dem 1. November übernimmt er neue Aufgaben. Die Gemeinde dankt ihm herzlich für seinen Dienst und wünscht ihm Gottes Segen.

Profil der Katholischen Pfarrei Maria, Hilfe der Christen, Berlin-Spandau

„Suchet der Stadt Bestes.“ (Jeremia 29,7)

Als Großstadtgemeinde begegnen uns Menschen in ihrem Alltag, in unterschiedlichen Lebenssituationen, in Freude und Trauer, in Nähe oder Distanz zu Glauben und Religion. Die zentrale Lage in Spandau ist Chance und Aufgabe zugleich. Wir fühlen uns verpflichtet, uns mit tatkräftigem Einsatz in den zunehmend vielschichtigeren sozialen Problemen in unserem Gemeinwesen zu beteiligen. Denn so, nahe bei den Menschen, wird Kirche erfahr- und erlebbar und das Evangelium vom liebenden und sorgenden Gott konkret und anziehend.

Dienst am Nächsten – Diakonie

„Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“ (Galater 5,14)

Gemeinsam mit dem gemeindeeigenen St. Elisabeth Seniorenheim, der von der Gemeinde aktiv unterstützten Suppenküche im Dekanat Spandau, der Caritas-Beratungsstelle am Hasenmark und durch individuelle Lebensbegleitung in der Seelsorge wollen wir Menschen in schwierigen Situationen ihres Lebens Hilfe und Gemeinschaft bieten.

Engagierte Gemeindemitglieder besuchen regelmäßig die Bewohner und Bewohnerinnen dreier Senioren- und Pflegeheime auf dem Gemeindegebiet, knüpfen dort persönliche Kontakte und halten Gottesdienste. Durch ihr Engagement im (Kranken-)Besuchsdienst gewährleisten sie die Teilhabe derer an unserer Gemeinde, die ihr Haus nicht mehr verlassen können.

Gottes Nähe feiern – Liturgie

„Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Matthäus 28,20)

Die Feier der Liturgie ist eine Möglichkeit, mit Gott in Kontakt zu treten und sein Heil zu erfahren. Sie ist zentral für das Erleben von Gemeinde und Gemeinschaft im Glauben. Die Feier der Liturgie vermag deshalb, uns Heimat zu geben, sei es eine an Orte gebundene Heimat oder eine religiös-geistliche Heimat in der gemeinschaftlichen Feier. In den Gottesdiensten versammeln wir uns, um Gemeinschaft mit Gott und untereinander zu haben. Die sonntägliche Eucharistiefeier ist hierbei von besonderer Bedeutung.

An vier Gottesdienststandorten kommen wir regelmäßig zur Feier der heiligen Messe und der Sakramente, zu verschiedenen Gottesdiensten und Andachten im Jahreslauf zusammen. Wir versuchen, als Angebot für alle, zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlichen Lebensumständen ansprechende liturgische Formen zu finden: offene Kirche, geprägte Andachten im Advent und in der Fastenzeit, Stundengebet, Rosenkranz, Roratefeiern, Totengedenken u.a. Wir sind dabei offen für Anregungen und Erfahrungen anderer. An der musikalischen Gestaltung unserer Gottesdienste beteiligen sich auch viele Ehrenamtliche in mehreren Musikgruppen.

In der Pfarrkirche Maria, Hilfe der Christen finden regelmäßig Gottesdienste in polnischer Sprache statt. Die Gemeinderäume in der Galenstraße stehen auch für die polnische Mission zur Verfügung. In St. Marien am Behnitz feiert sonntags die kroatische Gemeinde die heilige Messe.

Den Glauben weitergeben – Evangelisierung

„Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund.“ (Lukas 6,45)

Die Pfarrei will Lebensraum für junge Familien sein. Wir sehen mit Freude, dass die Zahl kirchlicher Eheschließungen und Taufen ansteigt. Durch den gemeindeeigenen Kindergarten und die Katholische Schule Bernhard Lichtenberg ergibt sich eine gute Basis, Familien aufmerksam zu machen auf die Kraft, die der Glaube im Familienalltag schenken kann. Sie wird ergänzt durch den Religionsunterricht, der an den staatlichen Schulen auf dem Pfarrgebiet angeboten wird.

Regelmäßig finden parallel zur heiligen Messe am Sonntag Kinderkatechesen statt. Gruppen und Kreise in der Gemeinde machen Angebote für jede Altersgruppe und sind gemeinsam auf dem Glaubensweg.

Dies auszubauen, sich mit Kita und Schulen stärker zu verknüpfen und ehrenamtliches Engagement zu fördern, ist Ziel der pastoralen Planung.

Mit der restaurierten Kirche St. Marien am Behnitz hat sich erfreulicherweise ein oft gewählter Ort für Trauungen und Taufen etabliert. Durch die Lage in der Altstadt Spandau und das kulturelle Angebot sakraler und profaner Art ist diese Kirche inzwischen über die Pfarreigrenzen hinweg ein Anziehungspunkt geworden und bietet der Pfarrei in Zukunft sicherlich noch Potential für Angebote zur Begegnung mit dem christlichen Glauben und vom Christentum geprägter Kultur.

Lebendige Gemeinschaft – Koinonia

„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Matthäus 18,20)

Lebendige Gemeinschaft erwächst aus der Gemeinschaft mit Jesus Christus. Jede von uns gelebte und angebotene Gemeinschaft hat dort ihren Grund.

Wir schätzen und fördern die Vielfalt an Gruppen und Verbänden in unserer Gemeinde, Gemeinschaften von Jugendlichen, Familien, Senioren und Musikgruppen. Jede leistet einen wichtigen Beitrag, um Treffpunkte zu schaffen in guten und in schweren Tagen, Vertrauen und Freundschaft zu fördern, Netzwerke zu bilden und so Gemeinde aufzubauen. Im Anschluss an unsere Sonntagsgottesdienste sind „Frühschoppen“ als Begegnungsort für alle, die sich mit der Pfarrei verbunden fühlen oder Neuankömmlinge sind, eine gute Tradition, die es sich zu pflegen lohnt.

Gegenseitige Information und eine gute Darstellung nach außen sind wichtige Faktoren eines missionarischen Gemeindelebens. Klassische Instrumente der kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit wie Pfarrbrief und Schaukästen werden ergänzt und aktualisiert durch den Einsatz einer Homepage.

Gemeinsam für unseren Stadtteil – Ökumene

„Wenn wir aber im Licht leben, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander.“ (1 Joh.1,7)

Für eine überzeugende Außenwirkung von Glauben und Religion in der modernen Großstadt ist es gut, wenn wir Christen – noch besser: Christen, Juden und Muslime – „an einem Strang ziehen“.

Unsere bestehenden ökumenischen Kontakte erfahren wir als fruchtbar und bereichernd. Zur evangelischen Wichern-Radeland-Gemeinde und zum Evangelischen Johannesstift bestehen teils jahrzehntelange persönliche Kontakte; hier und in St. Nicolai feiern wir ökumenische Gottesdienste und Andachten, und wir treffen uns zum Bibelgespräch. Auszubauen bzw. zu initiieren sind die Kontakte zu anderen christlichen Gemeinden auf dem Pfarrgebiet.

Auch für Kontakte zu den muslimischen Gemeinden in Spandau sind wir offen, wenn sich geeignete Anknüpfungspunkte bieten.

Mitarbeit und Mitverantwortung – Synergie

„Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn. Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt.“ (1 Korinther 12,4-7)

Das Team der hauptamtlichen Seelsorger und Seelsorgerinnen, der Kirchenvorstand und der Pfarrgemeinderat sehen eine wesentliche Herausforderung darin, ehrenamtliches Engagement zu fördern und offen zu sein für Gottes Geist in allen Gliedern des Leibes Christi.

Die Mitarbeit von Laien erfolgt aus einem selbstbewussten Verständnis von Christentum und katholischer Kirche im Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils, als Ausdruck der Taufgnade und Firmwürde jedes Gemeindemitglieds.

 

 

 

Berlin-Spandau, Februar 2016

 

 

Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand der Katholischen Pfarrgemeinde
Maria, Hilfe der Christen, Berlin-Spandau




Stand: 20.03.2016 16:07